Cultural & Creative Entrepreneurship

„Die Kultur- und Kreativwirtschaft gehört zu den innovativsten Branchen der deutschen Wirtschaft. Kreativität ist heute überall in der Wirtschaft gefragt. Kreativunternehmen verleihen mit ihren Geschäftsideen, mit ihren Produkten und Dienstleistungen der deutschen Wirtschaft ganz entscheidende Anstöße. Die ausgezeichneten Kultur- und Kreativpiloten stehen exemplarisch für Innovation jenseits rein technischer Neuerungen und machen die Wirkungskraft von Kreativunternehmertum deutlich. Wir brauchen mehr solche mutigen Unternehmerinnen und Unternehmer, denn von ihren Ideen profitieren auch andere, insbesondere in Mittelstand und Industrie.“
(Bundesminister Peter Altmaier zur Start-up Night der Kreativen am 20.02.2019 in Berlin)

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat in Deutschland aber auch in der ganzen Welt eine immer stetig wachsende Aufmerksamkeit und ökonomische Relevanz bekommen. Das ist sehr deutlich an den veröffentlichten Kultur- und Kreativwirtschaftsberichten, an den überall entstehenden Kreativwirtschaftagen, an den spezifischen Förderprogrammen aber auch schlicht an den Gründungsraten zu erkennen.

Auch die Entrepreneurship Forschung und Arts Business Management Forschung befasst sich immer intensiver mit diesem Themen- und Forschungsfeld. Dies ist ebenfalls an der vermehrten und auch stark wachsenden Publikationsrate, wissenschaftlicher Tagungen, Konferenzbeiträgen und thematischen Conference Tracks deutlich festzustellen. Neben Studien und Artikeln zu spezifischen Teilaspekten ist auch vermehrt der wissenschaftliche Diskurs hinsichtlich der Definition von Cultural/Creative Entrepreneurship bzw. Cultural/Creative Entrepreneurs in vollem Gange.

Der Arbeitskreis „Cultural & Creative Entrepreneurship (CCE)“ trägt diesem stärker werdenden wissenschaftlichen Diskurs als auch der wachsenden Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie der zunehmenden unternehmerischen Selbständigkeit im Kultur- und Kreativsektor Rechnung. Zudem wird unternehmerisches Denken und Handeln sowie Intrapreneurship sowohl im öffentlichen Kultursektor als auch im sogenannten Dritten Sektor in diesem Kontext mit einbezogen.

Ziel des Arbeitskreises CCE ist es, vor allem eine interdisziplinäre „Standortbestimmung“ zum Forschungsfeld „Cultural & Creative Entrepreneurship“ vorzunehmen und aufzuzeigen. Hierbei soll der Arbeitskreis sich einer Aufarbeitung des Erkenntnisstandes und der Perspektiven der Theorie des „Cultural Entrepreneurship“ bzw. „Creative Entrepreneurship“ widmen. Zum anderen soll über Konzepte für die Lehre im Bereich „Cultural & Creative Entrepreneurship“, als auch um praktische Förder- und Unterstützungskonzepte nachgedacht bzw. untersucht werden.

Die zu verfolgenden Ziele sollen u.a. durch folgende Veranstaltungsformate vorangebracht werden:

  • Regelmäßige Arbeitskreistreffen: einmal vorzugsweise im Frühjahr in Mainz und im Herbst während des G-Forums;
  • Netzwerke: Gedankenaustausch und Kooperationen für Forschungsprojekte in diesem Kontext der Cultural & Creative Entrepreneurship Forschung;
  • Output: Bündelung für Publikationen, Konferenzbeiträgen etc. im Kontext der Cultural & Creative Entrepreneurship Forschung;
  • Diskurs: Interdisziplinärer Austausch zwischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, Gründern/Gründerinnen sowie Entscheidungsträgern in der und für die Kultur- und Kreativwirtschaft;
  • Differenzierung und Fokus: Thematische Behandlung verschiedener in der Kultur- und Kreativwirtschaft relevanter Aspekte wie Finanzierung, gesellschaftliche Bedeutung und Engagement, Innovation, Digitalisierung, Internationalisierung, wachstumsorientierte Start-ups, Freelancing etc.;
  • AK-Kooperationen: Zudem sind gemeinsame thematische Veranstaltungen in Kooperation mit anderen FGF-Arbeitskreisen angedacht.

Um dieser großen Relevanz und Aktualität des wissenschaftlichen Themenfeldes des „Cultural & Creative Entrepreneurship“ gerecht zu werden und um ein regelmäßiges Zusammentreffen der Arbeitskreismitglieder zu gewährleisten, ist der Arbeitskreis CCE am Standort Mainz ins Leben gerufen worden. Geleitet wird der Arbeitskreis von Prof. Dr. Elmar D. Konrad. Das FGF-Mitglied Elmar Konrad hat eine fachbereichsübergreifende Professur für Interdisziplinäres Gründungsmanagement und Kreatives Unternehmertum an der Hochschule Mainz inne. Er hat u.a. Lehraufträge für Cultural Entrepreneurship an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und an der Burgundy School for Business Dijon. Das von ihm geleitete iuh – Institut für unternehmerisches Handeln hat seinen Forschungsschwerpunkt auf Aspekte der Gründung, Selbständigkeit und Wachstum in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Des Weiteren zeigt er sich als Corresponding Chair für thematische Tracks Cultural and Creative Entrepreneurship verantwortlich in der EURAM und der IECER.

Kontakt:
Prof. Dr. Elmar D. Konrad
Professur für Interdisziplinäres Gründungsmanagement und Kreatives Unternehmertum
Leitung des iuh – Institut für unternehmerisches Handeln
Hochschule Mainz
Email: elmar.konrad@hs-mainz.de